Ersatz der Absonderungspflicht
Die Absonderungspflicht oder die sie ersetzenden Maßnahmen gelten für alle Personen,
ab der Einschulung. Die bisher geltende Absonderungspflicht für positiv auf das Coronavirus getestete Personen wird durch eine Maskenpflicht ersetzt.

Der Absonderungspflicht oder den absonderungsersetzenden Maßnahmen unterfallen
nur Personen, die von einer zugelassenen Stelle gemäß § 22a Absatz 3 IfSG, also z.B.
in einer Teststelle oder in einer Apotheke, positiv getestet wurden.
Personen, die sich mit einem Selbsttest positiv auf das Coronavirus getestet haben, ist
dringend zu raten, den Kontakt zu anderen Personen zu reduzieren und das Ergebnis
durch ein zertifiziertes Testangebot überprüfen zu lassen.

Generell gilt jedoch: Wer krank ist, soll zu Hause bleiben!
Das heißt, symptomatisch erkrankte Schülerinnen und Schüler ebenso wie Lehrkräfte
sollten auf einen Schulbesuch verzichten. Diese dringende Empfehlung gilt im Übrigen
unabhängig davon, ob die Person mit dem Coronavirus, einem Influenzavirus oder einem anderen Krankheitserreger infiziert ist.

Die Maskenpflicht für positiv auf das Coronavirus getestete Personen gilt



in Innenräumen, sofern ein physischer Kontakt zu anderen, nicht dem eigenen
Haushalt angehörigen Personen, nicht ausgeschlossen ist und



im Freien, sofern ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht
eingehalten werden kann.

Infizierte Personen, die keine Maske tragen, unterliegen allerdings weiterhin der Absonderungspflicht. Die Teilnahme am Präsenzbetrieb ist also ausgeschlossen, wenn die absonderungsersetzende Maßnahme (Tragen einer Maske) nicht eingehalten wird.

Die Maskenpflicht kann erfüllt werden durch das durchgehende Tragen



einer medizinischen Maske oder



einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar).

Ist das Tragen einer Maske z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, bleibt es
ebenfalls bei der Absonderungspflicht. Es ist also nicht maßgeblich, aus welchen Gründen keine Maske getragen wird. Die Folge (Absonderungspflicht) ändert sich dadurch
nicht.

Sport- und Musikunterricht
Mediziner raten von einer körperlichen Belastung während einer Corona-Infektion ab.
Daher sollten positiv getestete Schülerinnen und Schüler für den Zeitraum der absonderungsersetzenden Maßnahmen nicht aktiv am fachpraktischen Sportunterricht teilnehmen. Sollten gleichwohl positiv getestete Schülerinnen und Schüler am Sportunterricht
teilnehmen wollen, müssen sie durchgehend eine Maske tragen.

Das Musizieren mit Blasinstrumenten ist ohne Maske nicht möglich und daher in Innenräumen für den Zeitraum der Maskenpflicht ausgeschlossen. Das Singen ist in Innenräumen mit Maske gestattet

Insbesondere bei Leistungsfeststellungen und Prüfungen von längerer Dauer kann
das Tragen einer Maske als belastend und leistungsmindernd empfunden werden. Deshalb können sich die der Maskenpflicht unterliegenden Schülerinnen und Schüler entscheiden, ob sie



mit Maske teilnehmen wollen oder



die Maske nicht tragen wollen und aufgrund der Absonderungspflicht als entschuldigt gelten. Bei Leistungsfeststellungen muss die Lehrkraft dann entscheiden, ob eine entsprechende Arbeit nachträglich anzufertigen ist (§ 8 Absatz 4
NVO).

Dies gilt insbesondere auch für die Teilnahme an Leistungsfeststellungen und fachpraktischen Prüfungen im Fach Sport.

Die Möglichkeit, einer Leistungsfeststellung aufgrund der Absonderungspflicht entschuldigt fernzubleiben, setzt gemäß § 2 Schulbesuchsverordnung die Glaubhaftmachung
des Entschuldigungsgrundes, z.B. durch Vorlage eines positiven PCR-Test- oder eines
positiven Schnelltestergebnisses, voraus. Der Test muss unter den Voraussetzungen
des § 22 a Absatz 3 IfSG, also z.B. von einem zugelassenen Leistungserbringer, durchgeführt worden sein. Ein Selbsttest genügt hierfür nicht